Schütze eine kahle oder licht behaarte Kopfhaut mit einem Hut mit breiter Krempe, Schatten und Sonnencreme auf den unbedeckten Stellen. Wähle UVA- und UVB-Schutz mit Lichtschutzfaktor 30 oder höher. Erreiche beim Eincremen auch die Haut am Scheitel, denke an Ohren und Nacken und creme bei längerem Aufenthalt draußen etwa alle zwei Stunden nach, außerdem nach Schwimmen oder starkem Schwitzen gemäß Etikett.

Ein durch dünnes Haar sichtbarer Wirbel, ein gerader Scheitel oder ein frisch rasierter Kopf: Oft fällt gar nicht auf, wie viel Haut der Sonne ausgesetzt ist. Dafür brauchst du keine aufwendige Haarpflegeroutine. Überlege vor dem Losgehen, was du bedeckst und welche Stellen du tatsächlich eincremen kannst.

Beginne bei der Haut, die die Sonne erreicht

Schau im Spiegel auf Oberkopf, Wirbel, Scheitel und Haaransatz. Haar, das den Kopf scheinbar bedeckt, kann sich durch Bewegung, Wind oder eine andere Frisur verschieben. Verlasse dich bei dünnem Haar oder breitem Scheitel deshalb nicht auf eine vollständige Bedeckung. Entscheidend ist die freie Haut, unabhängig davon, warum dort weniger Haare wachsen.

Richtiges Eincremen hilft, Hautkrebs vorzubeugen, und schützt vor Sonnenbrand und vorzeitiger Hautalterung. Das gilt auch für unbedeckte Kopfhaut. Sonnencreme ist dabei ein Teil des Schutzes: Nimm einen Hut mit und suche nach Möglichkeit Schatten. Unser Ratgeber zu Sonnenschutz und Hautkrebsvorbeugung erklärt das Zusammenspiel ausführlicher.

Welcher Hut bedeckt genug?

Wähle einen Hut mit einer rundum breiten Krempe. Er kann neben der Kopfhaut auch Gesicht, Ohren und Nacken bedecken. Eine Baseballkappe ist praktisch, lässt aber meist Ohren und einen Teil des Nackens frei. Prüfe mit aufgesetztem Hut, welche Haut unbedeckt bleibt, besonders beim Drehen oder Vorbeugen des Kopfes.

Achte auf das Gewebe. Eine dichte Struktur hat weniger offene Zwischenräume als locker geflochtenes Stroh mit Löchern. Eine UPF-Angabe informiert über den Stoff; aus Farbe oder Foto lässt sich kein Schutzfaktor ablesen. Der Hut sollte auch beim Gehen angenehm sitzen. Wenn du ihn auf halber Strecke in die Tasche steckst, bedeckt er deinen Kopf danach nicht mehr.

Suche für eine längere Pause einen geschützten Platz. Schau, wo der Schatten tatsächlich liegt, und rücke mit, wenn die Sonne wandert. Schütze freie Haut weiter: Das RIVM empfiehlt Nachcremen auch im Schatten. Eine breite Krempe hält außerdem nicht jede Stelle rund um den Kopf jederzeit bedeckt.

Sonnencreme auf eine kahle Kopfhaut auftragen

Wähle Breitband-Sonnenschutz mit LSF 30 oder höher, der UVA und UVB abdeckt. Bei Schwimmen oder starkem Schwitzen eignet sich ein wasserfestes Produkt. Die AAD empfiehlt, es etwa 15 Minuten vor dem Hinausgehen auf trockene Haut aufzutragen. Beachte auch die Hinweise auf deiner Verpackung.

Verteile das Produkt ruhig auf dem freien Oberkopf und arbeite dich zu den Seiten und nach hinten vor. Ein Spiegel hilft bei der Orientierung; bitte für schwer einsehbare Stellen gegebenenfalls jemanden, mit nachzusehen. Creme eine ausgelassene Stelle ein, statt nur noch einmal über die Stirn zu gehen.

Die Quellen dieses Ratgebers nennen keine einheitliche Finger- oder Teelöffelmenge für jede Kopfhaut. Eine kahle Stelle am Wirbel, dünnes Haar und eine vollständige Glatze lassen unterschiedlich große Flächen frei. Verwende genug, um die gesamte freie Haut sorgfältig zu bedecken, und halte dich an das Etikett. Unser Mengenratgeber für Gesicht, Hals und Ohren behandelt diese Bereiche; übertrage die Gesichtsmenge nicht automatisch auf den Kopf.

Wie erreichst du Scheitel und dünn behaarte Stellen?

Schiebe die Haare vorsichtig zur Seite, damit du an die freie Haut kommst. Verteile das Produkt dort mit den Fingerspitzen, ohne kräftig zu ziehen oder zu scheuern. Prüfe auch Wirbel und Stellen, an denen die Frisur auseinanderfällt. Wenn du nur über die obersten Haare streichst, ist schwer einzuschätzen, ob du die Haut erreicht hast.

Wähle eine Textur, mit der du gut zurechtkommst. Die AAD nennt Gele als Möglichkeit für behaarte Stellen wie die Kopfhaut. Nicht jedes Gel ist deshalb ein Sonnenschutzmittel: Auf der Verpackung müssen auch der passende LSF und UVA/UVB-Schutz stehen. Ein angenehmes Hautgefühl hilft vor allem dann, wenn du die erforderliche Schicht wirklich aufträgst.

Bei einem leichten Sprühnebel oder etwas SPF-Puder lässt sich vollständige Bedeckung schwer beurteilen. Nutze Sprays nur nach Anleitung, atme sie nicht ein und sprühe nicht um Gesicht oder Mund. Wenn sorgfältiges Auftragen zwischen den Haaren schwierig ist, plane stärker mit einem passenden Hut und schütze die Stellen außerhalb seiner Bedeckung.

Ohren, Haaransatz und Nacken nicht vergessen

Kontrolliere nach dem Eincremen die Ränder: oben auf den Ohren, dahinter, am Haaransatz und im Nacken. Diese Stellen können außerhalb einer Kappe liegen oder durch einen kurzen Haarschnitt frei werden. Creme sie ein, wenn sie unbedeckt sind. Ändert sich tagsüber deine Frisur oder setzt du den Hut ab, prüfe erneut, welche Haut die Sonne erreichen kann.

Hut und Sonnencreme ergänzen sich dabei. Du kannst den Oberkopf bedecken und zugleich Ohren und Nacken eincremen. So verlässt du dich nicht auf eine einzige Maßnahme, die vielleicht einen Rand auslässt.

Eine kurze Pause oder ein langer Tag draußen

Für einen Spaziergang in der Mittagspause kannst du dich zu Hause oder am Arbeitsplatz vorbereiten: nach Etikett eincremen, Hut mitnehmen und einen schattigen Weg wählen. Für eine lange Wanderung, Gartenarbeit oder einen Tag am Wasser gehört das Produkt ins Gepäck. Plane eine Stelle ein, an der du den Hut kurz absetzen und die Haut erreichen kannst.

Creme bei längerem Aufenthalt draußen etwa alle zwei Stunden nach. Das gilt auch nach Schwimmen, starkem Schwitzen oder Abtrocknen gemäß Gebrauchsanweisung. Wasserfest bedeutet nicht, dass die Schicht unbegrenzt hält. Setze den Hut danach wieder auf und nutze weiter Schatten. Warte nicht bis zur Zweistundenmarke, wenn die Schicht vorher abgewaschen oder abgerieben wurde.

Was ändert sich im Herbst und Winter?

UV-Index, Aufenthaltsdauer und Bedeckung helfen dir bei der Tagesplanung. Das RIVM empfiehlt Schutz ab UV-Index 3. Sieh dir die örtliche Vorhersage an; niederländische Mittagszeiten sind keine feste Regel für jede Europareise. Unser Ratgeber zum UV-Index und Sonnenschutz erklärt den Umgang mit diesen Angaben.

Kälte oder Wolken bedeuten nicht, dass es keine UV-Strahlung gibt. Eine kurze Winterpause unterscheidet sich zugleich von einem langen Tag in großer Höhe oder im Schnee, der UV-Strahlung reflektieren kann. Ein warmer, gut bedeckender Hut kann die Routine vereinfachen. Achte trotzdem auf freie Ohren, Nacken und Gesicht.

Wann solltest du eine Hautstelle abklären lassen?

Lass eine neue oder eine sich verändernde Hautstelle hausärztlich beurteilen. Das gilt zum Beispiel bei Wachstum, Blutungen, Farbveränderung, Druckempfindlichkeit oder einem Knoten. Ein Foto, eine raue Stelle oder dieser Artikel kann die Ursache nicht feststellen. Sonnencreme behandelt weder solche Hautveränderungen noch Haarausfall.

Lege bereit, was du wirklich nutzt

Gib deinem Hut einen festen Platz und lege die Sonnencreme dazu. Prüfe vor dem Losgehen freie Haut, örtlichen UV-Index und die geplante Zeit draußen. Nimm das Produkt an längeren Tagen mit und mache das Nachcremen einfach. So lässt sich deine Routine auch an geänderte Pläne anpassen.

Soluveli entwickelt Gesichtssonnenschutz. Wenn du die Entwicklung verfolgen möchtest, besuche Soluveli oder melde dich auf der Homepage für eine E-Mail am Tag der Markteinführung an. Dieser Ratgeber behandelt allgemeinen Sonnenschutz, kein getestetes Soluveli-Produkt und kein eigenes Kopfhautprodukt.

Quellen und weitere Informationen

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  1. AAD: Fragen zu SonnenschutzmittelnPatienteninformationen zu UVA/UVB-Schutz, LSF 30+, Auftragen auf unbedeckte Haut und Nachcremen. Kopfhaut und geeignete Texturen werden ebenfalls behandelt.
  2. AAD: Kleidung und Hüte als SonnenschutzPraktische Hinweise zu breiter Krempe, dichtem Gewebe, tatsächlicher Bedeckung und einer möglichen UPF-Angabe auf dem Etikett.
  3. RIVM: Schutz ab UV-Index 3Niederländische UV-Index-Empfehlungen auf Grundlage von Hauttyp 2. Die dortigen Mittagszeiten gelten nicht als fester Zeitplan für ganz Europa.
  4. NHS: neue oder veränderte HautstellenNur für die Frage verwendet, wann neue oder veränderte Stellen ärztlich abgeklärt werden sollten; keine Diagnose oder Behandlung durch diesen Artikel.