Wähle eine Sonnencreme, die sich in der empfohlenen Menge angenehm auf deiner Haut anfühlt und mindestens Lichtschutzfaktor 30 sowie UVA- und UVB-Schutz bietet. Bleibt nach dem Verteilen ein Weißschleier sichtbar? Probiere eine andere Formel oder eine getönte Sonnencreme, die zu deinem Hautton passt. Weniger aufzutragen, damit die Farbe nicht auffällt, geht zulasten des Schutzes. Beurteile das Ergebnis deshalb mit einer vollständigen Schicht, möglichst bei Tageslicht. [1–3]

Dunkle Haut hat viele Farbtöne und Untertöne. Was auf der Hand einer anderen Person gut aussieht, kann auf deinem Gesicht zu hell, orange oder grau wirken. Mit ein paar gezielten Prüfungen findest du heraus, welche Sonnencreme du auch an einem gewöhnlichen Arbeitstag gern verwendest.

Weißschleier, frische Cremeschicht oder kleine Röllchen?

Ein Weißschleier ist der helle, manchmal gräuliche Film, der nach dem Verteilen sichtbar bleibt. Am Haaransatz, entlang des Kiefers oder um die Augenbrauen kann er besonders auffallen. Betrachte das ganze Gesicht und den Übergang zum Hals: siehst du deinen eigenen Hautton oder eine deutlich hellere Schicht?

Ein frischer Klecks Creme sagt wenig über das spätere Ergebnis aus. Verteile das Produkt nach Gebrauchsanweisung und warte einen Moment, bevor du das Ergebnis beurteilst. Auch ein dünner Strich auf der Hand lässt sich nicht gut mit der Menge vergleichen, die dein Gesicht braucht.

Bilden sich beim Eincremen kleine Röllchen oder Krümel? Dieses sogenannte Pilling hat andere Ursachen und verlangt eine andere Vorgehensweise als ein Weißschleier. In unserem Beitrag über Sonnencreme, die sich abrollt, erfährst du beispielsweise, wie du prüfst, ob ein zusätzliches Serum oder ein Primer mitwirkt.

Die Formel mit ausreichend Sonnencreme beurteilen

Ein schönes Ergebnis ist nur alltagstauglich, wenn du es mit genügend Produkt erreichst. Die FDA empfiehlt so viel Sonnencreme, dass die unbedeckte Haut gleichmäßig bedeckt ist. Dazu gehören auch Ohren, Hals, Nacken und Haaransatz. [3] Unser Ratgeber zur Sonnencrememenge für Gesicht, Hals und Ohren erklärt die praktische Anwendung.

Teste das Produkt in deiner üblichen Morgenroutine. Reinige dein Gesicht wie gewohnt, verwende deine benötigte Pflege und trage danach Sonnencreme auf. Führe an diesem Morgen nicht gleichzeitig einen neuen Primer und ein neues Serum ein. Fühlt sich die Kombination unangenehm an, lässt sich sonst schwer erkennen, welches Produkt beteiligt ist.

Betrachte dein Gesicht anschließend am Fenster, ohne Kamerafilter. Achte auf Wangen, Kieferlinie und Gesichtsränder. Ist die Creme an einer Stelle ungleichmäßig verteilt, arbeite dort vorsichtig nach. Wirkt das gesamte Ergebnis weiterhin zu hell, suche nach einer besser passenden Formel. Wische keine Schicht ab, nur um die Farbe passend zu machen.

Vergleiche Produkte unter denselben Bedingungen. Eine hauchdünne Schicht der einen Creme neben einer großzügigen Schicht der anderen sagt wenig darüber aus, welche du täglich gern verwenden würdest. Ziel ist ein Produkt, bei dem ausreichendes Auftragen und ein angenehmes Aussehen zusammenpassen.

Getönt oder ungetönt: auf die endgültige Farbe achten

Bei einem Weißschleier empfiehlt die American Academy of Dermatology eine getönte Sonnencreme, die zum eigenen Hautton passt. [2] Die Bezeichnung „getönt“ allein sagt jedoch nicht, ob eine Farbe für dich geeignet ist. Verlasse dich deshalb nicht nur auf den Farbnamen oder ein Verpackungsfoto.

Achte auf drei Dinge: wie hell oder dunkel der Farbton ist, welchen Unterton er hat und wie er am Kiefer zum Rest der Haut passt. Ein Produkt kann ungefähr die richtige Helligkeit haben und trotzdem deutlich rosa oder orange wirken. Vergleiche die Farbe mit deinem Hals, ohne jeden natürlichen Farbunterschied zwischen Gesicht und Hals ausgleichen zu wollen.

Eine einfache Notiz hilft, etwa „Farbe passt, zu glänzend“ oder „angenehmes Gefühl, zu hell“. So trennst du den Farbton vom Hautgefühl der Formel. Beides kann unabhängig voneinander ein Grund sein, ein Produkt zu mögen oder weiterzusuchen.

Aus dem Wort „mineralisch“ allein lässt sich nicht ableiten, wie eine Sonnencreme auf deiner Haut aussieht. Beurteile die fertige Formel bei normaler Anwendung. Prüfe auch bei getönten Produkten den Lichtschutzfaktor und den UVA-Schutz getrennt: Eine passende Farbe verrät nicht, welcher UV-Schutz auf dem Etikett angegeben ist.

Sichtbares Licht und dunkle Flecken

Sonnenlicht besteht nicht nur aus UV-Strahlung, sondern enthält auch sichtbares Licht. Nach Angaben der AAD kann sichtbares Sonnenlicht bei dunkler Haut zu Hyperpigmentierung beitragen: Dabei werden einzelne Bereiche dunkler als die umgebende Haut. [1]

Damit bekommt die Wahl einer getönten Formel eine zusätzliche Bedeutung. Zum Schutz vor sichtbarem Licht empfiehlt die AAD getönte Sonnencreme mit Eisenoxiden, ergänzt durch mindestens Lichtschutzfaktor 30, UVA- und UVB-Schutz sowie Wasserbeständigkeit. [1] Eine passende Tönung betrifft also mehr als das Aussehen der Schicht. Achte für diesen Zweck auch auf die Formel und die Herstellerinformationen.

Mache die Dunkelheit eines Farbtons nicht zu deiner eigenen Schutzskala. An der Farbe auf deiner Hand kannst du nicht erkennen, wie viel sichtbares Licht ein Produkt abhält. Orientiere dich an den Produktinformationen und lass dich bei anhaltenden Pigmentproblemen dermatologisch beraten. Hier geht es um die Wahl des Schutzes; die Behandlung bestehender Flecken erfordert eine eigene Beurteilung.

Drei typische Situationen

Die Sonnencreme wirkt weiterhin grau oder weiß

Prüfe zuerst, ob sie gleichmäßig verteilt ist. Bleibt danach überall ein heller Schleier, probiere eine andere Formel oder eine passende getönte Variante. Verwende beim Vergleich dieselbe Menge. Ein Produkt, das nur bei einer winzigen Menge gut aussieht, erschwert ausreichendes Eincremen unnötig.

Die Tönung passt nicht

Beurteile die Farbe bei Tageslicht und entlang des Kiefers. Ist sie zu hell, rot oder orange, versuche einen anderen verfügbaren Farbton oder eine andere Formel. Trage nicht immer weniger derselben Tönung auf, damit sie unsichtbar wird. Findest du keine passende getönte Sonnencreme, bleibt der UV-Schutz einer anderen geeigneten Sonnencreme wertvoll. Bei Pigmentproblemen kannst du eine gezieltere Wahl dermatologisch besprechen.

Die Farbe passt, das Hautgefühl nicht

Notiere genau, was dich stört: Klebrigkeit, starker Glanz oder eine Kombination, die unter Make-up krümelt. Probiere dann eine einzelne Änderung aus. Vielleicht passt eine andere Textur besser, oder du lässt zunächst den zusätzlichen Primer weg. So musst du nicht deine gesamte Pflege auf einmal austauschen.

Make-up und Nachcremen im Alltag

Die Wahl der Formel und der Routine gehören zusammen. Wenn du Foundation verwendest, prüfe, wie sie auf deiner Sonnencreme liegt. Reibe nicht endlos weiter, um jeden sichtbaren Rand zu entfernen. Unser Ratgeber zu Sonnencreme unter Make-up erklärt Reihenfolge und Anwendung.

Plane auch das nächste Eincremen. Verbringst du nach der Arbeit noch längere Zeit draußen, nimm die Sonnencreme mit. Creme im Freien etwa alle zwei Stunden nach sowie nach dem Schwimmen, starkem Schwitzen oder Abtrocknen entsprechend dem Etikett. [3] Mit Make-up hilft dir unser Beitrag zum Nachcremen über Make-up.

Kombiniere Sonnencreme mit Schatten, Hut und hautbedeckender Kleidung. Auch dunkle Haut kann Sonnenschäden bekommen. Richtiges Eincremen hilft, Hautkrebs vorzubeugen, und schützt vor Sonnenbrand und vorzeitiger Hautalterung. [1,2] Unser Grundlagenratgeber zu Sonnencreme fürs Gesicht erklärt, warum Schutz eine sinnvolle tägliche Gewohnheit ist.

Ein Ergebnis, mit dem du dich wohlfühlst

Farbe, Hautgefühl und Alltagstauglichkeit verdienen bei der Auswahl Aufmerksamkeit. Ein gutes Ziel ist konkret: Du kannst genügend Creme auftragen, sie fühlt sich angenehm an, und du nimmst sie gern zum Nachcremen mit.

Diesen Alltagswunsch berücksichtigen wir bei der Entwicklung von Soluveli. Auf unserer Startseite erfährst du, woran wir arbeiten. Unsere Gesichtssonnencreme ist noch in Entwicklung; die endgültigen Eigenschaften stehen erst nach Produkttests fest. Wenn du zur Markteinführung informiert werden möchtest, trage dich in die Launch-Liste ein und erhalte eine einmalige Nachricht zum Start.

Quellen und weiterführende Informationen

3 Quellen
  1. American Academy of Dermatology — Finding skin cancer in darker skin tonesEmpfehlungen zu Sonnenschutz, dunkleren Hauttönen, sichtbarem Licht und Eisenoxiden. Die Quelle behandelt auch die Hautkrebsfrüherkennung; dieser Artikel stellt keine Diagnose.
  2. American Academy of Dermatology — How do I know if I am using the right sunscreen?Empfehlungen zu Lichtschutzfaktor, UVA/UVB-Schutz, Weißschleier und einer zum Hautton passenden getönten Formel.
  3. FDA — Sunscreen: How to Help Protect Your Skin from the SunPraktische Hinweise zum ausreichenden Auftragen und Nachcremen. US-Kennzeichnungsvorschriften werden hier nicht als europäische Regeln dargestellt.